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  • Zwischen Autokratie, Rechtsruck und Absurdität ist jetzt die Stunde des Erwachens

    Zwischen Autokratie, Rechtsruck und Absurdität ist jetzt die Stunde des Erwachens

    Europa, erinnere dich: Wann wachen wir endlich auf?

    Europa – dieser Kontinent der Bibliotheken, der Universitäten, der über Jahrtausende gereiften Ideen – wirkt heute manchmal, als hätte er vergessen, worin seine wahre Stärke liegt: in Kultur, Diskurs, Vernunft und dem tiefen Humanismus, der unsere Zivilisation trägt.

    Doch dieses Erbe steht unter Druck. Von innen – durch Rechtsruck und autokratische Versuchungen. Von außen – durch Autokraten, die gewaltsam Fakten schaffen. Und manchmal von absurd wirkenden politischen Ego‑Projekten, die uns zeigen, wie fragil geopolitische Vernunft geworden ist.


    Autokratie an den Toren Europas: Putins Angriffskrieg als Weckruf

    Seit Russlands Angriff auf die Ukraine ist klar: Europa steht nicht nur politisch, sondern zivilisatorisch unter Beschuss. Putins Krieg richtet sich nicht nur gegen ein Land, sondern gegen die Grundidee Europas: Freiheit, Selbstbestimmung, Menschenrechte.

    Die Autokratie steht nicht mehr vor der Tür – sie testet bereits die Mauern. Und wir müssen entscheiden, wie wir antworten.


    Der Rechtsruck: Schatten über einem hellen Erbe

    Auch innerhalb Europas nimmt der Rechtsruck Fahrt auf. Er nährt sich aus Unsicherheit, Angst und politischer Vereinfachung. Doch er bedroht unsere Kultur des Dialogs und die Errungenschaften eines Kontinents, der gelernt hat, dass Freiheit und Fortschritt ohne Diskurs nicht existieren.

    Diskurs ist Europas Herzschlag. Autokratie ist sein Stillstand.


    Ungarn: Der erste Riss im autoritären Beton

    Es gibt Hoffnung. In Ungarn zeigen sich erste Bewegungen – ein demokratisches Aufbegehren in einem Umfeld, das lange als verloren galt. Vielleicht ist dies der erste Schritt einer größeren Gegenbewegung. Ein Zeichen, dass die demokratische Idee stärker ist, als manche glauben.


    Und dann gab es da noch Trump – und Grönland

    Als Donald Trump einst vorschlug, Grönland zu kaufen, lachten viele.
    Doch das eigentlich Erschreckende war nicht der Vorschlag selbst, sondern die dahinterliegende Haltung:

    • Politik als Immobiliengeschäft
    • Geopolitik als persönliches Projekt
    • Allianzen als Verhandlungsmasse
    • Europa als “verfügbar” statt souverän

    Es war ein Moment, der auf groteske Weise zeigte, wie Europa oft wahrgenommen wird, wenn es sich selbst unterschätzt: als Objekt, nicht als Akteur.

    Trumps Grönland‑Pläne waren kein Witz – sie waren ein Warnsignal.
    Ein Zeichen dafür, dass wir unsere geopolitische Rolle viel selbstbewusster definieren müssen.

    Europa ist nicht käuflich.
    Europa ist eine Zivilisation.

    Und diese Zivilisation muss sich selbst verteidigen – gegen Angriffe, gegen Autokraten, gegen Vereinnahmungen und gegen das Wegschauen.


    Unser Auftrag: die europäische Idee lebendig halten

    Wir stehen auf einem Fundament aus Kultur, Wissenschaft, Kunst, Humanismus und jahrhundertelangem Ringen um Freiheit. Diese Geschichte verpflichtet uns.

    Europa ist nicht machtlos.
    Europa ist nicht alt.
    Europa ist ein Projekt, das jeden Tag neu entschieden wird.


    Das lassen wir uns nicht gefallen. Weder von innen noch von außen.

    Die Frage ist nicht, ob die Herausforderungen bleiben.
    Die Frage ist, ob wir endlich bereit sind, ihnen mit Klarheit, Mut und der Würde einer Zivilisation zu begegnen, die weiß, was sie wert ist.

    Wann wachen wir endlich auf? Vielleicht genau jetzt.

  • Frühe Betreuung: Risiko oder Chance für Kinder?

    Frühe Betreuung: Risiko oder Chance für Kinder?

    Es klingt so harmlos: „Kleinkindbetreuung ab 1 Jahr“. Doch hinter diesem Schlagwort steckt ein gesellschaftlicher Paradigmenwechsel. Was früher ein Ausnahmefall war – dass Kinder im ersten oder zweiten Lebensjahr ganztags in die Betreuung gehen – ist heute fast schon Normalität. Berufstätigkeit der Eltern, gesellschaftlicher Druck und politische Rahmenbedingungen haben das Bild geprägt: Wer sein Kind nicht „abgibt“, gilt schnell als rückständig oder gar als Bremser des Fortschritts.

    Doch was bedeutet das eigentlich für die Kinder – und für die Familien?

    Der Umgang mit Eltern und Großeltern

    Kinder lernen in den ersten Lebensjahren vor allem durch Bindung. Der Blickkontakt mit der Mutter, die Stimme des Vaters, die vertrauten Gesten der Großeltern – all das sind sichere Anker in einer noch unbekannten Welt. Werden diese Anker zu früh oder zu häufig durch fremde Bezugspersonen ersetzt, kann das Kind irritiert reagieren. Manche ziehen sich zurück, andere zeigen Verhaltensauffälligkeiten – oder klammern umso stärker, sobald Mama oder Papa wieder da sind.

    Natürlich heißt das nicht, dass Betreuung per se schadet. Eine liebevolle Tagesmutter oder eine kleine Gruppe mit konstanten Bezugspersonen kann auch Sicherheit geben. Aber das Ideal der „frühen Förderung“ darf nicht darüber hinwegtäuschen: Kinder im Alter von 1 bis 2 Jahren brauchen in erster Linie Nähe, Ruhe und verlässliche Bindungen – keine durchgetakteten Tagespläne.

    Stress – das unsichtbare Thema

    Die Wissenschaft ist sich erstaunlich einig: Längere Trennungen in einem Alter, in dem das Bindungssystem noch nicht gefestigt ist, bedeuten Stress. Dieser äußert sich nicht immer in sichtbarem Weinen – viele Kinder gewöhnen sich äußerlich schnell an. Doch innerlich fährt der kleine Körper das Stresshormon Cortisol hoch. Dauerhafter Stress in diesen frühen Jahren kann langfristige Folgen für emotionale Stabilität und Stressbewältigung im späteren Leben haben.

    Schaden oder Chance?

    Die Frage ist also nicht: „Betreuung ja oder nein?“ – sondern: Wie viel, wie früh und unter welchen Umständen?

    • Ein behutsamer Einstieg mit kurzen Zeiten kann eine positive Ergänzung sein.
    • Eine zu frühe, zu lange und zu wechselhafte Betreuung kann jedoch die natürliche Bindung zwischen Eltern und Kind belasten.
    • Großeltern spielen hier eine unterschätzte Rolle: Sie können eine Art „erweiterte sichere Basis“ darstellen und helfen, dass das Kind nicht ausschließlich auf institutionelle Betreuung angewiesen ist.

    Ein gesellschaftlicher Balanceakt

    Am Ende bleibt die Debatte vor allem eines: ein Balanceakt zwischen den Bedürfnissen des Kindes und den Anforderungen der Gesellschaft. Politisch klingt es modern und wirtschaftlich praktisch, Kinder möglichst früh „unterzubringen“. Menschlich stellt sich aber die Frage, ob wir damit nicht gerade die Generation heranziehen, die den Preis für diese Praktikabilität zahlen muss.

    Denn Nähe, Geborgenheit und das Gefühl, wirklich daheim zu sein, lassen sich nicht outsourcen.

    Quellen / weiterführende Studien

    • Bowlby, J. (1969): Attachment and Loss. London: Hogarth Press.
    • Ainsworth, M. D. S. et al. (1978): Patterns of Attachment. Hillsdale, NJ: Lawrence Erlbaum.
    • NICHD Early Child Care Research Network (2003): Does amount of time spent in child care predict socioemotional adjustment during the transition to kindergarten? Child Development, 74(4).
    • Vermeer, H. J., & van IJzendoorn, M. H. (2006): Children’s elevated cortisol levels at daycare: A review and meta-analysis. Early Childhood Research Quarterly, 21(3).
  • Glück des Holzkopfs

    Glück des Holzkopfs

    Älter werden ist für mich eine Herausforderung und fällt mir schwer.

    Zudem merke ich über die Jahre, welch Holzkopf ich bin und welch großes Glück mir beschieden ist, erkenne ich nur langsam.

    Fast müsste ich es mit der Angst zu tun bekommen, dass mir mein Schicksal durch die Finger rinnt, bevor die Demut erkannt habe.

    Einen Menschen an meiner Seite zu haben, der mich bedingungslos liebt, das Leben zu teilen und den weiteren Weg des Lebens gemeinsam mit mir gehen möchte, grenzt für mich an das größte Glück auf Erden.

    Nicht zu erahnen wie schwer es wäre alleine und womöglich einsam diesen Weg zu gehn. Kalt und trostlos diese Vorstellung.

    Ich bitte mein Schicksal inständig und demütig noch viele Jahre gnädig zu sein und uns noch viele Tage des Lachens, der Freude und Gemeinsamkeit zu schenken.

    Vielleicht zuviel verlangt, wenn es sei soll, dass man uns holt, dann gemeinsam.

    In Demut, Danke!

  • Who dare wishes!

    Who dare wishes!

    Die Welt um uns verändert sich und das in hoher Geschwindigkeit, wie wir alle merken. Das Streben in die digitale Transformation ist unaufhaltsam und beschleunigt die Geschwindigkeiten der Veränderungen nachhaltig.

    Alles bekannt, oder?

    Mich beschäftigen dabei mehrere Fragen, deren Antworten für mich derzeit unklar oder nur entfernt zu erahnen sind.

    Wieweit muss sich jedes menschliche Individuum an diesem Prozess aktiv beteiligen?

    Wann kann man vom Point of no Return oder der totalen Assimilation in der digitalen Welt sprechen.

    Welche Realität besteht speziell bei älteren Menschen?

    Können wir weiterhin auf Individualität und Einzigartigkeit in den neuen digitalen Welten zurückgreifen?

    Wird uns der digitale Ozean gleich gut begleiten wie das einst Mutter Erde getan hat?

    Process asking still ongoing….

  • Gewissheit und Verantwortlichkeit

    Gewissheit und Verantwortlichkeit

    Seit letzter Woche besteht Gewissheit. Einstehen als Nachfolger ist rechtlich festgestellt unser Schicksal, welches nur sehr schwer zu ertragen ist. Klarheit und Frieden gibt uns die bevorstehende Konfrontation mit der Person geben, die uns das eingebrockt und verursacht hat.

    Meine Herausforderungen ist stets, die Dosis zwischen Vernunft und harter Linie zu finden. Grundsätzlich geht es mir dabei, Emotionen und Wertvorstellung unter Kontrolle zu halten, wenn man bewusst hinter das Licht geführt und betrogen wurde.

    Muss mich für meinen weiteren Weg noch deutlich besser kultivieren, denn oft siegt in so einer Situation die starke Emotion der Rache und Zerstörung.

  • Reale Dinge des Lebens

    Reale Dinge des Lebens

    Die Einschläge kommen näher oder der Lauf der Dinge. Nicht immer ein Trost, aber die Wahrheit im Leben. Die einen sind noch weiter davon entfernt, da sie in ihrem Lebensweg noch nicht so weit, die anderen schon weiter, wieder andere trifft das Leben hart und nimmt ihnen einen lieben Begleiter unverhofft.

    Ich durfte meinen Onkel auf seinen letzten Weg begleiten, welcher nach Monaten einer schweren Krebserkrankung, mit unvorstellbaren Schmerzen ins Jenseits gehen dürfte.

    Die Abschiedszeremonie wurde ohne Kirchlichkeit am Friedhof mit viel Trauer und Anteilnahme abgehalten. Dabei wurden alle Angehörigen gezielt nochmals dem Schmerz des Verlustes eines geliebten Menschen zugeführt.

    Genauso gezielt war auch der Leichenschmaus und die darin gelebte Geselligkeit und das Lachen ob der Freude länger nicht mehr gesehenen Familienmitglieder. Schön auch der Zyklus des kommen und gehens, der Erinnerung an die Alten und der Blick auf das ungeborene im Bauch der Schwiegertochter meines Onkels.

    Ich weiß nur eines zu unserem Schmerz, er ist vergänglich und unsinnig, denn im Jenseits kennen wir kein Leid und keinen Schmerz, keinen Neid und keine Missgunst.

  • Get lost, find yourselve

    Get lost, find yourselve

    Manchmal, so habe ich vor kurzem einen Spruch gelesen, muss man sich selbst verlieren, damit man sich wiederfinden kann.

    Manchmal ist man dabei alleine und hat Angst davor, manchmal gefällt es einem. Man sollte sich nicht aufregen darüber, sondern freuen, denn das ist der Weg zu sich selbst.

  • Under.ucked, aber net aloanig

    Under.ucked, aber net aloanig

    Langsam kehrt wieder Ruhe ein. Nach den Gewittern und den Blitzen der letzten Tage/Nächte die nicht nur der Bora zuzuschreiben waren, sind nun die angestauten Ecken und Kanten abgeraspelt und die Wogen geglättet. Keine Gischt in Sicht, kein Wölkchen des Trübsal am Himmel, ruhige See mit Respekt im Allgemeinen.

    Ausflug in die Europäische Karibik mit ausgedehntem Schnorchelerlebnis, inklusive Wrack eines Siebel Transportschiffes, welches im 2ten Weltkrieg durch die Briten, jene ruhmreichen, knallharten, skrupellosen Vorgänger von Boris (ist das ein schwuchteliger Vorname für einen Engländer) versenkt wurden. Manch einer würde sich vermutlich im Grab umdrehen wenn er den weiteren Verlauf der royalen Briten kennen würde. 😉

    Verzeiht bei den Photos die fehlenden Unterwasser – Aufnahmen, aber mein X war mir dann doch zu schade für das Vergnügen!

  • Family Business

    Family Business

    Immer doch eine gewisse Herausforderung, denn das ganze Jahr auf Achse und mit dem eigenen Business verhaftet, dann doch mit der eigenen Family in den Ferien ungewöhnlich lange zusammen 😉

    Klingt krass das so zu schreiben, aber auf Achse gewöhnt man sich an die lonlyness und wechselnden Dinge die einen umgeben.

    Kommt bekannt vor? Dann sitzen wir im selben Boot. Don’t worry, auch wenn es dann blitzt , es reinigt und aufgestautes, was während des Jahres immer geschluckt, da die Tür oder das eifrige tun näher als der Konflikt, endlich raus kann. Es tut grad mal gut es rauszulassen.

    Viel zu selten sind diese Konflikte, denn sie reinigen und man verkrustet nicht dermaßen, dass ein freilegen der eigenen Seele fast unmöglich erscheint.

    Family business eben 😉

  • Eine entspannte Runde mit Ton

    Eine entspannte Runde mit Ton

    Zurück in der Zivilisation, habe ich als erstes meine Familie zufriedengestellt, danach mich aber recht rasch um meine Spielzeuge gekümmert.

    Meinen geliebten R500 gewaschen, Batterie kurz geladen und nach dem Rechten gesehen.

    Tiefe Zufriedenheit aus dem Trekk und der entspannten Lebensweise mit nach Hause genommen. Überrascht welche Hektik und Aufregung zu nichts wirklich elementarem hier herrscht.

    Kann nur den Kopf schütteln über so wenig wirklich tragisches Und so viel Aufregung um nichts .

    Campingplatz 5001Hm
    Geile Truppe

  • Nepal Virus

    Nepal Virus

    Gomr ge luaga und die Reise nach Nepal. Ich freu mich sehr und endlich wieder ein ordentlicher Anspruch unsere Fitness auf einen sauberen Level zu bringen.

    Aktueller Status: Primus bereits sichtlich nervös vor Vorfreude, Rigo noch nicht genz sicher ob richtig oder nicht. Björn hatte noch einen Service zu machen und meine Wenigkeit sollte sich noch dem Zahnarzt unterziehen. Wie sollte es auch anders sein, die Baustelle im Gfriss ab 50ig ;-(.

    Grundsätzliches Gefühl:
    Angespornt und Lust auf Training, langsam schauen die 7ben Sachen beinander zu haben und etwas Bange, dass alles hinhaut. Familie, Job, Gesundheit, Kollegen, Welt nicht untergegangen bis dahin.

  • Schmerz ist vergänglich, Erfolg bleibt für immer!

    Alles begann mit den 7 Bergen. Ein Freund verlor diesen Hinweis bei einem der seltenen Besuche in seinem Refugium. Es war März 2013. nervös ging ich nach Hause und wusste nicht so recht was damit anzufangen.bmc-roadracer-sl01-ultegra-compact-2012-road-bike

    Ich kenne mich, es dauert bis die Sache reifte, es liess mich nicht mehr los, bis es im Mai  so weit war und mein BMC wurde geboren. Weiss nicht, wem ich was beweisen will, oder es einfach nur eine Sehnsucht nach der eigenen Mitte ist.

    Stunden in der grossartigen Abgeschiedenheit  ziehen rasch vorüber und die  Welt um mich rückt in die Ferne. Ein gleichgültiges nichtssagendes Gefühl bleibt übrig. Ich gehöre nicht dazu, sonder in das hier und jetzt.

    Wir sind nichts und das nur einen Wimpernschlag in der Zeitgeschichte,

    original_dieTemperaturensteigenaber dennoch ist das Gefühl in Ihr, der grossartigen Natur der Berge so packend.

    Und dann kam es aus den Tiefen, wurde geformt und entfachte die Begierde. Schmerzen sind vergänglich. Mein Wunsch auf die Berge wurde immer grösser. Dieses Jahr ist meines mit dir in der Stille des inneren Seins.

    Tiefe Einblicke voller Erotik, wer kann hier widerstehen. Macht es förmlich an, sich in den Windschatten zu klemmen und mit ruhigen rhytmischen Bewegungen zu folgen.